Waldrappteam auf Facebook

Juli 21, 2011

Aktuelle Nachrichten findet ihr jetzt auch auf dem Facebook Account des Waldrappteams unter

https://www.facebook.com/pages/Waldrapp/334914830759

Waldrapp in Syrien erschossen

September 26, 2009

Leider gibt es schlechte Nachrichten aus Syrien. Mindestens einer der letzten frei lebenden Waldrappe in Syrien wurde von Jägern getötet.

Mehr Informationen dazu bei wildlifeextra.com

ANGEKOMMEN

September 23, 2009

Johannes Fritz aus der WWF Oasi Laguna di Orbetello / Toskana / Italien

Am 22. September sind wir mit allen 11 Vögeln in der WWF Oasi Laguna di Orbetello angekommen. Der letzte Flug war nur 9 km lang. Die Vögel landeten nur zögerlich, offenbar motiviert für einen längeren Flug. Damit ist die Migration 2009 erfolgreich abgeschlossen. Nach 41 Tagen und 1153 km endlich am Ziel. Es war wieder eine Migration mit vielen Höhepunkten und Tiefpunkten. Der Erfolg freut uns aber umso mehr, als wir beim Start in Burghausen aufgrund der Trainingsprobleme nichts darauf gewettet hätten, mit den Vögeln auch nur von Burghausen loszukommen.

Der erhebliche Einsatz aller Teammitglieder, die bei den fünf vorangegangenen Migrationen erworbene Erfahrung und wohl auch einiges Glück haben uns dann doch vorangebracht. Allerdings waren immer wieder sehr kurze Tagesetappen nötig – anfangs sogar nur 6 km. Das resultierte in 23 Flugtagen insgesamt, beinahe doppelt so viele Etappen wie im Vorjahr. Auch die Gesamtdauer war mit 41 Tagen so lange wie nie zuvor. Aber am Ziel ist der mühsame Weg beinahe schon vergessen. Wir können zudem verbuchen, daß wir erstmals während der Migration weder Vögel dauerhaft verloren hatten noch abgeben mußten und mit 11 Vögeln die bisher höchste Individuenzahl ins Ziel bringen konnten.

Ich möchte mich bei allen Personen und Institutionen bedanken, die uns in verschiedener Form bei dieser Migration 2009 unterstützt haben! Insbesondere möchte ich mich beim hervorragenden Team 2009 bedanken! Der Erfolg war nur möglich durch den intensiven Einsatz jeder einzelnen Person. Ganz, ganz herzlichen Dank an jeden Einzelnen: Martin Bichler, Johannes Dietl , Kilian Egger-Peitler, Edith Holzmüller, Walter Holzmüller, Dominik Korycki, Gabriela Stanclova, Claus-Michael Trapp, Markus Unsöld, Arvid Zickuhr, und auch immer wieder John Dittami.

Insbesondere waren in diesem Jahr die beiden Ziehväter, Markus Unsöld und Arvid Zickuhr beansprucht. Schlechtwetter und Krankheiten machten Die Aufzucht zeitweise zur Tortur. Die Probleme während des Trainings ließen die Motivation dann noch förmlich in den Keller sinken. Und trotzdem machten sie mit vollem Einsatz weiter.

So ist der heutige Erfolg zu einem ganz wesentlichen Teil der ihre, und – um noch einen Person hervorzuheben – jener von Walter Holzmüller. Walter und Markus gaben und versuchten alles während der Flüge. Immer und immer wieder versuchten sie die Vögel von den Plätzen loszubekommen. Sie flogen zurückkehrenden Vögeln nach und bewegten sie wieder zur Umkehr. Es war ein höchst spannendes uns beeindruckendes Schauspiel für die Besetzung des Begleit-Fluggerätes.

Nun bleiben die beiden Ziehväter noch für einige Tage mit den Vögeln in der Laune. Danach lassen wir die Jungvögel bis Mitte Oktober in der Voliere. Sie werden in der Zeit von den lokalen WWF Mitarbeitern betreut. Danach kommen sie frei und können sich in die Waldrapp-Gruppe integrieren. Vielen Dank bei der Gelegenheit auch an unsere Gastgeber vor Ort, Fabio Cianchi und sein Team der WWF Oasi Laguna di Orbetello!

Foto: Markus Unsöld, Walter Holzmüller und Arvid Zickuhr (v.l.). Kurz nach der Ankunft mit den 11 Jungvögeln landeten weitere 9 Vögel, die sich vor Ort im Schutzgebiet aufhalten. 20 Waldrappe rund um uns, ein herrlicher Anblick.

Foto: Markus Unsöld, Walter Holzmüller und Arvid Zickuhr (v.l.). Kurz nach der Ankunft mit den 11 Jungvögeln landeten weitere 9 Vögel, die sich vor Ort im Schutzgebiet aufhalten. 20 Waldrappe rund um uns, ein herrlicher Anblick.

Fast am Ziel!

September 22, 2009

Markus Unsöld aus Marsiliana / Toskana / Italien

Heute war eigentlich nur eine Kurzstrecke von Buonconvento aus über rund 40 km geplant, um dann bei einem finalen Flug unser Ziel zu erreichen, die Laguna di Orbetello, BiMa und Manu, die erst seit gestern Nacht zurück sind, wurden am Morgen in die Transportboxen verfrachtet, da sie sich erst wieder eingliedern müssen und noch etwas untergewichtig sind.

Die anderen Vögel machten einen eher unmotivierten Eindruck, der sich beim Öffnen der Tore zu bestätigen schien: zwei Vögel, Julio und Irka mußte ich sogar aus der Voliere tragen.

Trotzdem versuchten wir unser Glück, und tatsächlich folgte die gesamte Gruppe nach zweimaligem Kreisen. Nicht nur das: während der gesamten Strecke blieben die Vögel in Formation, meist sogar sehr dicht beim Fluggerät. Zweimal flogen wir durch Regenschauer, was aber keinen negativen Einfluß auf die Vögel hatten. Nach 72 km landeten wir bei Marsiliana, nur 10 km von unserem eigentlichen Ziel entfernt, das wir wegen der nicht ganz einfachen Landepiste erst morgen anfliegen können.

Foto: Zum Greifen nahe flogen die Vögel am Gerät.

Foto: Zum Greifen nahe flogen die Vögel am Gerät.

Unsere Waldrappe Manu und Bima sind zurück!!

September 21, 2009

Johannes Fritz aus Buonconverto / Toskana / Italien

Vorgestern, 19. Sept., haben wir endlich eine zuverlässige Sichtmeldung für unsere beiden vermißten Vögel Manu und Bima bekommen. Die beiden halten sich am Flugplatz Ajdovščina (N 45 ° 53 ’13“, E 013 ° 53′ 30“) in Slowenien auf. Ornithologen haben uns die Sichtung gemeldet. Gestern haben Dominik und der Ziehvater Arvid die beiden Vögel abgeholt. Damit sind wir mit 11 Vögeln wieder komplett.

Die Position der beiden Vögel ist insofern bemerkenswert, als dieser Flugplatz von uns nicht angeflogen wurde. Er liegt etwas östlich des Flugplatzes Gorizia, wo wir einen Zwischenstopp gemacht haben. Allerdings liegt der Platz nahe an der Flugroute. Offenbar haben die beiden Vögel, nachdem sie umgekehrt sind, die beiden Stopovers Salgareda und Gorizia überflogen. Das ist an sich ungewöhnlich, da die Vögel in der Regel den nächstgelegenen Stopover anfliegen, und das wäre Salgareda gewesen. Eventuell hat der starke Flugbetrieb vor Ort am Flugplatz, insbesondere die vielen Fallschirmspringer, die beiden Vögel davon abgehalten, den Platz anzufliegen.

Vielen Dank an alle, die die Informationen zu diesen beiden Vögeln weitergegeben haben und jenen, die Ausschau nach den Vögeln gehalten haben.

Beim Flug von Salgareda aus sind die beiden Vögel nach gut 20 km umgekehrt (point of return). Der Sichtungsort liegt in Slowenien (Adjoviscina). Die beiden Vögel haben somit zwei unserer Zwischenstopps (Salgareda und Gorizia) überflogen.

Beim Flug von Salgareda aus sind die beiden Vögel nach gut 20 km umgekehrt (point of return). Der Sichtungsort liegt in Slowenien (Adjoviscina). Die beiden Vögel haben somit zwei unserer Zwischenstopps (Salgareda und Gorizia) überflogen.

Dichter Nebel und Schüsse in der Toskana

September 21, 2009

Markus Unsöld aus Buonconverto / Toskana / Italien

19. Sep.: Heute Morgen sah es in Borgo San Lorenzo leider ziemlich ähnlich aus wie gestern: Nebel, Nebel, Nebel… Erst gegen 10 Uhr klarte es dann soweit auf, daß an einen Start zu denken war. Johannes sondierte zuerst mit seinem Fluggerät den ersten! Teil der Strecke, dann brachen Walter und ich mit den Vögeln auf . So jedenfalls war es geplant –doch die Vögel hatten wieder mal anderes im Sinn und weigerten sich, den Platz zu verlassen. Nachdem wir sie mit vielen Flugmanövern endlich vom Platz weg hatten, begannen die bekannten „Spielchen“: Grüppchenbildung, Rückflug zum Startpunkt und Ignoranz von Fluggerät und Ziehvater. Schließlich verloren wir dann auch noch eine Dreiergruppe. Aber d! ann wendete sich das Blatt… die Vögel schlossen sich zu einer Gruppe zusammen und folgten fortan sehr zuverlässig. Als gegen 1100 Uhr die Thermik einsetzte, begannen sie mit Thermiksegeln: Zuerst ließen sie sich vom Warmluftwirbel mehrere hundert Meter nach oben tragen, um dann mit einer ordentlichen Geschwindigkeit im Gleitflug zu uns zurückzukehren! Nach fast 2 Stunden hatten wir dann unser Ziel erreicht, den Flugplatz Valle Al Bero.

Heute feiert Johannes Dietl seinen 25. Geburtstag –und gratulieren und wir feiern mit!!

20. Sep.: Erstmals während dieser Migration hörten wir heute immer wieder Schüsse und sahen Jäger um das Flugfeld pirschen: erster Jagdtag in der Region! An solchen Tagen möchte man lieber nicht mit den Vögeln fliegen. Aber die Wettervorhersagen sprechen für einen raschen Weiterflug. Doch auch heute hatte das Wetter üble Überraschungen auf Lager: erst eine Gewitterfront und danach dichter Nebel. Kurz nach 1000 Uhr starteten wir dann doch. Wieder wollten sich die Vögel anfangs nicht vom Platz entfernen. Einmal vom Platz weg flogen sie dann aber so gut wie nie zuvor: fast während des ganzen Fluges flogen sie in Formation, kreisten nie und zeigten keine Ambitiionen zum Umkehren. Nach 76 Minuten Flugzeit waren wir am Ziel, einer Biowiese von Stephano Freato nahe Buonconvento, der uns schon im letzten Jahr hier campieren ließ. Noch 78 km bis zum Ziel!

Suchbild: Walter und Markus mit den Waldrappen über den tiefliegenden Wolkenformationen.

Suchbild: Walter und Markus mit den Waldrappen über den tiefliegenden Wolkenformationen.

Apennin

September 21, 2009

Johannes Fritz aus Borg San Lorenzo / Italien

17. Sep.: Der Fliegerclub in Lugo hat uns gestern Abend wieder zum Grillen eingeladen. Herzlichen Dank dafür!! Und trotzdem, wir wollen weiter, direkt über den Apennin in die Toskana. Die ersten 19 km bis zum nächsten Flugplatz bei Faenza sind die Vögel sehr gut gefolgt. Dort ist ein Zwischenstopp nötig, denn der Apennin hüllt sich noch in Wolken. Aber nach 30 Minuten geht es weiter. Wieder folgen die Vögel gut, nach Birsighella und weiter dem Talverlauf folgend. Aber bei St. Eufemia, ca. 26 km nach Faenza, wieder das bekannte Muster. Die Vögel teilen sich zuerst in Gruppen auf und kehren schließlich um. Walter und Markus können ihnen folgen um dann nach einigen Kilometern mit den Vögeln auf eine kleine, lehmige Wiese zu landen.

Da von diesem Ort kein Start mehr möglich war, haben wir uns entschlossen, die Vögel über den Paß zum Flugplatz Borgo San Lorenzo zu transportieren. Am Paß haben wir die Vögel zweimal an exponierten Stellen aus dem Fahrzeug genommen, um ihnen für je ca. 15 Minuten eine Orientierung zu ermöglichen. So hoffen wir wiederum, daß sie die fehlenden 30 Kilometer über den Paß später beim Rückflug überbrücken können.

18. Sep.: Aus dem geplanten Weiterflug ist heute nichts geworden. Die Regenfälle der letzten Tage haben zur Bildung von Bodennebeln geführt, die sich erst am späten Vormittag auflösen. So haben die Vögel nach den Anstrengungen des vergangenen Tages etwas Ruhe. Und wir haben uns auf Empfehlung eines Einheimischen für heute Abend einen Tisch in einer Pizzeria reserviert….

Von den beiden vermißten Vögeln gibt es leider nach wie vor keine Information. Wir bitten auch, in Österreich entlang unserer Flugroute vermehr auf Waldrappe zu achten.

Foto: Der Apennin, endlich wieder Grün, natürliche Strukturen und Formen nach der endlosen und trostlosen Einöde der Po-Ebene.

Zeit Online: Artikel zum Waldrapp Projekt

September 16, 2009

http://www.zeit.de/wissen/2009-09/Erde-SD-Waldrappe?page=1

Werden Waldrappe nach Jahrhunderten auch wieder Deutschland zu sehen sein?

Werden Waldrappe nach Jahrhunderten auch wieder Deutschland zu sehen sein?

Waldrapp noch immer vermisst

September 16, 2009

15. Sep.: Wir sind inzwischen von Salgareda nach Lugo am Südrand der Po-Ebene, allerdings mit den Fahrzeugen und mit 9 Vögeln in Transportkisten. Wie berichtet, sind die Vögel am 13. Sep. von Salgareda aus bis Fosso geflogen und dann umgedreht. Wir haben uns entschlossen, sie etwa 85 km über Fosso hinaus bis nach Lugo zu bringen, um von dort aus weiter zu fliegen. Aufgrund verschiedener Erfahrungen gehen wir davon aus, daß die Vögel beim ersten selbständigen Rückflug solche fehlenden Teilstücke in einer Ebene problemlos überbrücken können.

Das größere Problem ist, daß uns seit dem 13. Sep. immer noch zwei Jungvögel fehlen, Bima und Manu. Wir sind schon sämtliche Flugplätze von Salgareda bis Sentvid abgefahren, aber keine Spur. Nun hoffen wir auf Sichtmeldungen.

Eine nicht ganz unrealistische Möglichkeit ist, daß die beiden Jungvögel auf andere Waldrappe gestoßen sind. Wie berichtet, sind auch die Vögel aus der Toskana derzeit unterwegs, wohl wegen der Trockenheit vor Ort. Ein einjähriger Vogel wurde vor einiger Zeit in Slowenien gesichtet, zwei weitere Vögle sind in Fagagna aufgetaucht. Es können sich also durchaus weitere Vögel in Norditalien aufhalten.

Wir bitten dringend um Sichtmeldungen bzw. gegebenenfalls um die Weiterleitung und/oder Veröffentlichung eines Aufrufs, derzeit besonders auf Waldrappe in den Regionen Norditalien und Slowenien zu achten.

16. Sep.: In Fosso hat es in der Nacht auf heute zu regnen begonnen, erstmals seit Monaten in dieser Gegend, trotzdem hoffen wir morgen oder übermorgen von hier wieder weiter zu kommen, hoffentlich wieder mit einer kompletten Gruppe von 11 Vögeln. Die nächste Etappe sollte uns über den Apennin führen.

Foto: Regenwolken über dem Camp in Lugo, eine Seltenheit in dieser Gegend.

Foto: Regenwolken über dem Camp in Lugo, eine Seltenheit in dieser Gegend.

Der Waldrapp im Fernsehen

September 15, 2009

TV Sendungs-Hinweis

Die Sendung Planetopia: Die Waldrapp-Migration 2009 vom Sonntag 12 September, 23:15 Uhr SAT 1 kann online unter:

http://www.planetopia.de/ angesehen werden.


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